Wenn Gott ruft

Mein Wort für das Jahr 2021 war bzw. ist „intentional“. Zuvor hatte ich so etwas noch nie gemacht. Ein Wort? Welches mich ein ganzes Jahr lang begleiten sollte? Eine meiner Lieblingspredigerinnen (Sadie Robertson Huff) erzählte von ihrem Wort des Jahres und so kam ich darauf, dafür zu beten, dass Gott mir auch eins geben würde. Schon ziemlich im selben Moment, als ich über ein Wort nachdachte war es irgendwie für mich klar, es würde dieses Wort sein.

Vor ein paar Tagen dachte ich über mein Jahreswort nach und zugleich schlichen sich Gedanken ein, die mir sagen wollten, dass ich im Grunde versagt habe. Gedanken, die sich lustig machten darüber, wie mein Vorhaben 100 % in allem zu geben, völlig gescheitert war. Es war für einige Sekunden, doch in diesen Sekunden merkte ich, wie stark der Teufel versuchte mich herunterzuziehen und mir sagen zu wollen, wie unbrauchbar ich sei. Der YouTube Channel, den ich alle zwei Wochen mit Videos befüllen wollte, besteht noch immer aus dem einem Video von April. Der Podcast, in dem alle zwei Wochen Gäste von ihren Storys mit Jesus erzählen sollten? Ins Stocken geraten. Körperlich nicht das gewünschte Ziel erreicht, mein Konto am Limit wie immer und mein Buch noch immer nicht geschrieben. Ich könnte noch weiter machen, aber schnell machte mir Jesus klar, dass diese Perspektive nicht die Richtige war.

Als ich intentional (bewusst Leben, mit vollem Herzen, zu 100 % alles geben, intensiv sein, etc.) als mein Jahreswort festlegte, bedeutete dieses Wort für mich, dass ich im Jahr 2021 alles geben wollte. Ich nahm mir vor, wirklich in allem, was ich tat, 100 % zu geben und einfach die beste Version meiner selbst zu sein.

2022 steht schon vor der Tür und rückblickend kann ich sagen, dass sich die Bedeutung zu diesem Wort zum Ende völlig verändert hat. Die Perspektive hat sich geändert, denn, intentional bedeutet nun für mich, nicht 100 % in allem geben zu müssen. Jesus selbst sagte zu seinen Jüngern, bevor er gen Himmel fuhr, dass es besser sei, wenn er gehen würde. Er sagte ihnen, dass er ihn jemand senden würde. Das war der Heilige Geist. Auch Jesus, obwohl er Gott war, konnte nicht zur selben Zeit an 3 verschiedenen Orten sein. Wie sollte ich also in allen Bereichen 100 % geben? Versteh mich nicht falsch, damit meine ich nicht, dass wir nicht in der Lage sein können unser Bestes zu geben.

Vor ein paar Tagen, als ich dachte völlig versagt zu haben, bemerkte ich sogleich, dass es eigentlich genau das Gegenteil war. Denn auch wenn ich keine Videos auf YouTube hochgeladen habe, entschied ich mich dafür, die Priorität in etwas anderes zu setzen. Ich entschied mich dieses Jahr dafür, einen großen Schritt zu wagen, nämlich alle meine Social Media Konten wie Instagram, Facebook, Pinterest, etc. zu löschen. Dabei spreche ich von meinem Business Account. Es waren Schritte, die ich schon lange auf meinem Herzen hatte und immer vor mich hingeschoben habe.

Mein Podcast ist ins Stocken geraten und jede Woche und das seit Monaten habe ich auf der toDo eine neue Folge aufzunehmen. Intentional bedeutet nicht immer alles perfekt zu haben, doch es bedeutet auch nicht aufzugeben und weiter an etwas festzuhalten.

Körperlich habe ich vielleicht nicht mein (damaliges) Ziel erreicht, aber was viel wichtiger ist, ich habe gelernt, mich für Gottes Kreativität in mir zu lieben. Ich habe gelernt, dass es Selbstsüchtig ist und total egoistisch, wenn ich meine Zeit nur dafür nutze mich darüber zu beschweren, nicht die gewünschte kg erreicht zu haben. Statt dankbar zu sein, wie gesund ich dennoch bin.

Autorin zu werden, war schon seit Jahren mein Wunsch, doch intentional bedeutet auch, Ziele an die Seite zu legen und manchmal einen anderen Weg einzuschlagen, auch wenn es zunächst nach einem Umweg erscheint. Aber manchmal lohnt sich die Zeit des Wartens, damit Gott einen neuen Gedanken aufs Herz legt.

Im Grunde, habe ich sehr intensiv das Jahr 2021 gelebt, war mir das bewusst? Ganz und gar nicht. Doch wie könnte ich dieses Jahr besser abschließen, als mit einer Entscheidung, die ich letzte Woche zu treffen hatte.

Ich habe es letzte Woche schon erwähnt und habe mich so darauf gefreut, es mit dir teilen zu können. Letzte Woche entschied ich mich ganz bewusst dazu, Entscheidungen, die ich mit Gott zusammen getroffen habe, nicht mehr anzuzweifeln. In keinem Moment. Ich habe mich dazu entschieden, im nächsten Jahr meinen Job zu kündigen und mich Gott völlig hinzugeben. Diese Woche bekam ich die Zusage, Juni 2022 geht es für Jesus und mich nach Hawaii. Was ich dort mache, erzähle ich euch irgendwann.

Zum Abschluss noch einmal zusammen gefasst. Der Feind nutzt manchmal einfach eine andere Perspektive, um Zweifel in dein Herz zu säen. Schaue auf dein Jahr mit Gottes Augen zurück. Mir ist klar geworden, dass dieses Jahr dem Wort „intentional“ absolut gerecht geworden ist. Es würde einfach den Rahmen zu sehr sprengen, wenn ich auf alles das ich dieses Jahr erlebt habe eingehen würde. Jetzt gerade wird mir klar, dass direkt zu Anfang 2021 ich die Entscheidung traf, nach Thailand zu gehen.

Intentional? Mit Jesus immer.

Bis nächste Woche.
Janine

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert