Gedankliches Chaos

Wenn ich an diesen kleinen Kerl auf dem Foto denke, bin ich einfach nur begeistert und inspiriert. Diese Woche durfte ich Bekanntschaft mit Mr Crabsi (den Namen hat er von mir bekommen), einen wahren Helden, machen. Wie du sehen kannst, hat Mr Crabsi auf einer Seite nur noch ein von vier Beinchen und auf der anderen Seite zwei von vier. Dazu kommt, dass ihm leider eine Schere fehlt und somit das ganze Gewicht auf die eine Seite transportiert wird. Ich weiß nicht, was Mr Crabsi passiert ist, das hat er mir bei unserer Begegnung bedauerlicherweise nicht erzählt. Aber dieses Tier hat mich einiges gelernt, tatsächlich wird mir das erst jetzt klar.

Mr Crabsi kam zu meiner Mutter und mir an die Liege. Um ihm zu helfen, brachte ich ihn zunächst ans Wasser. Allerdings wusste ich nicht, ob es so eine gute Idee war, da ich beobachten konnte, dass er ziemlich Schwierigkeiten hatte im Wasser zurechtzukommen. Er wurde immer wieder von den „kleinen“ Wellen umgestoßen. Er landete auf seinen Rücken, das außergewöhnlich war, er sprang förmlich auf die andere Seite. Aus menschlicher Sicht könnt ihr euch nun einen Kampfsportler vorstellen, der aus der Rückenlage in den Stand springt, OHNE dabei die Arme zu nutzen und sich nicht erst mit dem Hintern abzustoßen. Mr Crabsi ist für mich nicht nur eine Sportskanone, sondern ein Beweis, dass wir nicht aufgeben sollen. Nicht einmal dann, wenn uns fast alles genommen wird oder Wellen auf uns zukommen. Die manchmal aus einer Hilfestellung kommen. Letzten Endes brachte ich Mr Crabsi in eine meiner Meinung nach etwas sichereren Umgebung und flüsterte ihm zu, dass es mir sehr leidtut, wenn es verkehrt war, was ich da grade tat.

Nun, diese Woche war ziemlich herausfordernd für mich. Denn ich habe ein absolutes Chaos in meinem Kopf. Es ist zu schwer, um euch zu erklären, was ein Gewusel sich dort drin befindet. Aber ich würde gerne mit euch teilen, wie ich diesem Gewusel entgegentrete.

Seit gestern habe ich das Gefühl, dass ich etwas ändern muss und mich dem ganzen Chaos in meinem Kopf etwas entgegenkommen muss. Ich habe damit angefangen, einfach alles aufzuschreiben. Ich habe Aufgaben notiert, einfache Gedanken und Fragen an mich selbst. Ziemlich viele sogar. Fragen, die mir dabei helfen sollen, mich zu sortieren und zu schauen worin meine Blockaden liegen, was mich abhält weiter zu kommen und was dieses ganzen Chaos eigentlich verursacht und wie ich dem Ganzen entgegenkommen kann.

Einmal alles aufgeschrieben, habe ich angefangen damit alles zu sortieren und Aufgaben in Prioritäten zu sortieren. Zudem habe ich mir allgemeine Basics aufgeschrieben, die ich zu meinem Alltag machen möchte und Bereiche, die ich nicht einfach nur ändern, sondern zum Lifestyle werden lassen möchte.

Es hat mir wirklich sehr geholfen, das Ganze endlich anzugehen. Mir ist klar, dass es noch etwas dauern wird, das ganze Chaos zu sortieren, aber zusammen mit Jesus merke ich funktioniert es ganz gut. Ich weiß nicht, wie es bei dir aussieht. Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir. Du kommst einfach nicht mehr weiter, bist seit Monaten unkonzentriert und weißt deinen Fokus nicht mehr zu setzen. Dann empfehle ich dir, schreibe alles auf und fange dann an, Ordnung in deinen Notizen zu machen. Meine Fragen werde ich mir nach und nach beantworten. Einen wichtigen Punkt ist der, dass ich nach meiner Antwort schauen möchte, was ich glaube, wie Jesus den einzelnen Fragen begegnen würde.

Heute, als ich schließlich dabei war, kam mir der Gedanke, mit Jesus etwas trinken zu gehen. Das tat ich dann auch, wir sind zusammen ins Café gegangen, haben Matcha Latte getrunken und uns unterhalten. Ja, meine Mutter und meine Tante kennen es nur zu gut … ich habe geredet und fast nicht mehr aufgehört.

Ich habe Jesus erzählt, dass ich mich etwas verloren fühle. Vieles momentan nicht weiß und nicht weiß, wo mein Fokus und meine Produktivität hin sind. Meine Gefühle habe ich ihm völlig hingegeben. Interessant war, dass Jesus mir plötzlich sagte, dass ich doch still sein solle. Es war ein ziemlich deutliches, aber liebevolles hinweisen. Die größte Erkenntnis gewann ich dann, als er mir sagte, dass ich alles leiser drehen müsse. Er sagte mir, dass ich um mich selbst kennenzulernen, zu nächst ihm kennenlernen muss. Es war sehr bewegend für mich, denn er machte mir deutlich, dass wenn er doch in mir ist und ich also ihn kennenlerne, ich mich verstehen lernen werde. Somit werde ich verstehen, wer ich in ihm bin und was ich jeden Tag, zu jeder Zeit tun kann.

Vielleicht ergibt es keinen Sinn für dich, was ich dir erzähle. Aber das muss es auch nicht. Wichtig ist, nimm dir Zeit, um Jesus nah zu sein und ihn kennenzulernen. Dreh das Volumen runter, um die Stille hören zu können. Denn dort, wo Stille ist, dort redet Jesus zu uns. In der Wüste, wo alles uns orientierungslos erscheint, dort ist es, wo wir Gottes Führung am meisten spüren werden, wo wir in der Stille, seine Gnade am meisten hören können.

Sei still und genieße es ihn und dich kennenzulernen.

Bis dann!
Janine

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